Brettspiele in der Rudelfinanzierung – 15.05.2015

Brettspiele in der Rudelfinanzierung – 15.05.2015

Diese Woche gibt es 2 Holländische , 3 Amerikanische und 1 deutsches Projekt (neben den 3 neuen deutschen Projekten, die ich extra erwähnt habe). Den Anfang machen die beiden Holländer. Sowohl „Epoch Early Inventors“ als eine Art Civ-Spiel und auch „Samara“ mit einem interessanten Worker Placement + Zeitschienen Mix könnten für den ein oder anderen interessant sein. Aus Deutschland kommt das verückte „Karnivore Koala“, in dem wir bis zum umfallen fressen – und zwar keinen Eukalyptus! Die Amerikaner kommen mit „Wombat Rescue“ und seinem lustigen Papierlook und den 2 postapokalyptischen Spielen „Salvation Road“ (kooperativ) und dem Miniaturentitel „Defenders of the Last Stand“ daher.

Epoch – Early Inventors

~4k (15%) +27 Tage

Epoch Early Inventors ist eine Art Civ-Spiel in der frühen Menschheitsgeschichte, in dem man eine kleine Gemeinschaft durch die Spielwelt führt und sie das Rad, Werkzeug und andere Dinge entdecken lässt. Dazu sammelt man Rohstoffe durch die Jagd oder das Sammeln. Für den Sieg darf man allerdings die heiligen Schreine nicht außer Acht lassen, an denen man den Göttern Opfergaben beschert. Gespielt wird mit 2-4 Spielern auf einem dynamischen Hexfeld-Spielbrett. Jeder Errungenschaft kann dabei nur 1x entdeckt werden. Dazu kosten weite Reisen durch Berge oder Wüsten viel Nahrung, so dass man genau planen sollte, bevor man sich auf eine weite Reise begibt, da solche Dinge meist knapp bemessen sind. Epoch Early Inventors kostet 42€ wenn man es in Essen abholt. Will man es nach Hause geschickt bekommen so fallen 45€ inkl. Versand von Holland nach Deutschland an.

SAMARA

~7,4k (92%) +27 Tage


Samara ist ein kleines aber auf den ersten Blick zumindest feines Worker Placement Spiel, das dieser mittlerweile doch sehr häufig genutzten Komponente noch eine Zeitleiste in den Weg stellt. 2-5 Spieler können in rund 40 Minuten eine Partie spielen und dabei ihre Arbeiter auf der Jahresleiste geschickt auf den Monaten platzieren, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge einzusammeln.  Denn nur wer geschickt mit Zeit und Arbeitern umgeht kann nachher fleißig bauen und dank genug Ansehen auch als Sieger vom Tisch aufstehen. Auch wenn ich mit dem Artwork nicht allzu viel anfangen kann, so reizt mich diese Mechanik doch sehr. Ein Versand nach Deutschland schlägt mit 4€ für das 26€ teure Spiel zu Buche. Wer also 30€ zur Unterstützung bereitstellt, der bekommt das Spiel EU-freundlich nach Hause geliefert.

Karnivore Koala

~14,5k (290%) +29 Tage

Karnivore Koala ist ein Projekt aus Mainz, in dem mit Karten und Würfeln böse Koalas ihr Unwesen treiben. Sie jagen mutierte Tiere und kochen diese nach Wunschrezept des Koala Königs. Der Clou an der Kampagne ist, dass bei 15.000€ das Spiel auch in Deutsch aufgelegt wird. Da wir aktuell über 14k von angestrebten 5k erreicht haben, sollte es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit eine deutsche Version geben. Fans von The Mico (Raiders of the North Sea, Valeria Card Kingdom) dürfen sich auch hier an einigen Artworks von ihm satt sehen. Dieser Typ ist einfach ein klasse Zeichner! Aber auch das Spiel klingt herrlich schräg. Für 25€ bekommt ihr jedenfalls eine EU-freundliche Version des Spiels zugesandt.

Wombat Rescue

~13,7k (135%) +32 Tage

Mit Wombat Rescue haben wir einen weiteren Titel mit ziemlich schrägem Artwork im Rennen um das Artwork der Woche. Hier geht es um Wombats, die sich vor einem australischen Dingo in Sicherheit bringen müssen. Dabei wird fleißig „Scheiße“ produziert um Gebiete zu markieren. Klingt schräg und ist sicher auch so zu spielen.  Das Spielfeld besteht aus diversen Hex-Feldern, auf denen die Wombats umherjagen und versuchen sich vor dem Dingo in Sicherheit zu bringen. Wer kann die schönste Geruchszone aufbauen und so den Sieg davontragen? Findet es heraus, indem ihr $51 für eine Kopie des Spiels bezahlt. Immerhin ist es dann EU-freundlich. Der Titel sieht herrlich schräg aus, ist aber für meinen Geschmack einen Tick zu teuer. Andererseits jede Menge Pappe und Würfel. Naja schaut selbst!

Salvation Road

~17k (48%) +27 Tage


Für Salvation Road wird ziemlich viel die Werbetrommel gerührt. Die Designer sind sehr aktiv und geben sich viel Mühe alle Fragen zu beantworten. Das postapokalyptische Koop-Spiel für 1-4 Spieler liegt dennoch aktuell erst bei ca. 50% der erhofften 35k Finanzierungsziel. Keine schlechte Zahl, aber nach wie vor zu wenig für eine erfolgreiche Finanzierung. Insgesamt hat mich das Gesehene bisher zwar nicht besonders angesprochen, da ich vieles schon woanders gesehen habe. Dennoch ist die 2 unterschiedlichste Charaktere Steuerung schon ganz interessant und für Koopfans mehr als einen Blick wert. Allerdings sind $74 für ein Spiel ohne Miniaturen (aber EU-freundlich) schon sehr, sehr viel und somit hat der Titel wohl einen schweren Stand.

Defenders of the Last Stand

~54k (108%) +25 Tage


Defenders of the Last Stand spielt ebenso in einer postapokalyptischen, an die Mad Max Filme angelehnten Welt und ist genauso kooperativ wie Salvation Road. Der Unterschied? Fast 40k mehr Funding und Miniaturen auf dem Spielbrett. Traurig aber wahr, die Miniaturen-Fans spenden einfach als wäre es ein Fass ohne Boden. Ich möchte schwören, dass Salvation Road schon weiter wäre, wenn es Miniaturen hätte. Aber nun gut so ist die Welt nun mal. Zurück zum Spiel. Auch hier müssen wir ums Überleben kämpfen nur dieses Mal nicht gegen Orks, sondern wild lebende Menschen mit getunten Autos in einer großen Wüste kämpfen. 110 Miniaturen finden den Weg in die Schachtel, die mit $100 aber auch ordentlich zu Buche schlägt. Das Projekt soll EU-freundlich sein, allerdings gibt es keine Garantie. Als Sicherheit für den Fall von EU-Unfreundlichkeit bietet man aber die komplette Betragsrückerstattung an. Ein fairer Deal für Miniaturensammler.

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